Handball Olympia Qualifikation: Deutschland mit dem Tokio-Ticket

Handball Olympia Qualifikation - DHB Team - Deutschland - Copyright: Sascha Klahn / DHB
Handball Olympia Qualifikation – DHB Team – Deutschland – Copyright: Sascha Klahn / DHB

Handball Olympia Qualifikation, 3. Spieltag: Algerien vs. Deutschland.

Deutschland erkämpfte sich durch einen souveränen, verdienten 34:26 (17:14) Erfolg über Algerien das Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio 2021.

Die DHB-Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason konnte in der Performance nicht an die „Benchmark-Leistung“ der ersten Hälfte gegen Slowenien anknüpfen.

Man of the Match: Silvio Heinevetter (Deutschland – 11 Paraden, 41 Prozent)

Deutschland Start-Aufstellung: Wolff, Kühn, Weber (Golla), Häfner, Wiencek, Gensheimer, Groetzki

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14.03.2021 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball Olympia Qualifikation: Wenn die erste deutsche Halbzeit gegen Slowenien „Benchmark-Charakter“ haben kann, dann bedeutete die erste Hälfte von Deutschland gegen Algerien ein ganz klarer qualitativer Schritt wieder zurück. In der DHB-Deckung fehlte über weite Strecken die Aggressivität und Schnellfüßigkeit. Die Torhüter Wolff und Heinevetter überragten nicht.

Der deutsche Positionsangriff war phasenweise zu statisch und die Chancenverwertung nur durchschnittlich. Spielmacher Weber musste körperlich viel Robustheit einstecken, was zur roten Karte für Abdeharim führte. Nur der deutsche Gegenstoß funktionierte gut. Angesichts der algerischen Strafminuten und numerischer personeller Überlegenheit wäre ein höherer Vorsprung des Gislason-Teams möglich gewesen. Eine verdiente Pausenführung. Wurfeffizienz 67:74 Prozent. Gegenstoß-Tore 0:4.

In der zweiten Halbzeit änderte sich am Gesamtbild auf der Platte nichts. Deutschland spielte sich souverän in den Sieghafen und als Teilnehmer zu den Olympischen Spielen nach Tokio 2021.

Stimmen (Quelle: ZDF + Eigen):

Alfred Gislason: „Wir hatten noch die Möglichkeit, uns heute zu blamieren. Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen. Erst in der zweiten Halbzeit haben wir uns absetzen können. Das Feuer war nicht so ganz da. Nach und nach hat sich die Mannschaft da hinaus arbeiten können. Jetzt habe ich ein bisschen Zeit. Dann werde ich alle Olympia-Teilnehmer analysieren. Erstmal geht der Alltag weiter. Gott sei dank ist keiner verletzt … Wir haben sehr gut gegen Schweden erste Halbzeit gespielt und dann eine Viertelstunde komplett den Spielfaden verloren. Am Ende ist dann verdient noch der Ausgleich gelungen. Heute war in der zweiten Halbzeit die Abwehr besser und Silvio hat auch gut gehalten. Wir sind schon durch mit der EM-Quali. Ich denke, in deisen Spielen werde ich einigen Spielern mehr die Chance zum Spielen geben. Wir müssen uns aber auf uns konzentrieren. Nach der Liga haben wir kaum Zeit zur Vorbereitung. Es ist auch extrem wichtig für mich persönlich, die Quali zu schaffen. Für mich ist es auch eine große Sache, als Trainer zu Olympia zu kommen, wo ich noch nicht war. Schwer zu sagen sind die Chancen in Tokio. Wir können fast jeden schlagen. Dafür müssen wir aber die Leistungen bringen. Wir müssen an uns selbst arbeiten. Offiziell gehören wir nicht zu den ganz großen Favoriten. Aber mit Deutschland muss man immer rechnen. Ich bin extrem stolz auf die Mannschaft, wie sie mit dem Druck umgegangen ist. Die Mannschaft hat auch viele erfahrene Spieler, die das aus den Vereinen kennen. Ich wollte heute nichts riskieren wegen Olympia. Wir haben uns auch an diesem Wochenende angriffsmäßig weiter entwickelt. Wenn wir unsere stärkste Abwehr zur Verfügung haben. Wir müssen konstanter werden. Wir müssen hoffen, das wir keine Verletzten bekommen.“

Bob Hanning: „Wir sind glücklich, dass wir die Aufgabenstellung souverän gelöst haben. Die erste Halbzeit gegen Slowenien gehörte zu den Besten, die wir in den letzten Jahren gespielt haben. Wir haben gesehen, was gegen Slowenien möglich ist. Wir haben eine gewisse Siegermentalität zurück bekommen. Es bleibt bei allen Zielsetzungen. Dann fahren wir nicht dahin, um Zweiter in Tokio zu werden. Wir müssen verletzungsfrei bleiben. Wir müssen mit der stärksten Mannschaft auch antreten. Alfred hat großen Anteil, dass er über sein Person auch wirkt. Sein Erfolg ist auch, diese Lockerheit zu implementieren. Wir werden mit Alfred noch mal sprechen, aber wir haben wenig Luft für weitere Spiele in diesem Jahr.“

Hendrik Pekeler: „Die Algerier haben es uns nicht leicht gemacht. Die Spannung war heute nicht ganz so dar. Auch nicht in der Abwehr. Wenn die Dinge so bleiben wie sie aktuell sind, glaube ich, dabei zu sein.“

Uwe Gensheimer: „Es war ein großer Druck auf uns. Wir haben es geschafft. Vor allem am Freitag, wie wir zurück gekommen sind. Wir müssen wegen Gold den Ball flach halten und uns gut vorbereiten. Es ist ein entferntes Ziel.“

Statistik, Handball Olympia Qualifikation, Turnier 3, 3. Spieltag:

Algerien vs. Deutschland 26:34 (14:17)

Man of the Match: Silvio Heinevetter (Deutschland – 11 Paraden, 41 Prozent)

Spielfilm: 0:1 (2. – Groetzki TGS), 1:1 (3.), 1:1 (3. – Wiencek), 2:2 (4.), 2:3 (5.), 2:4 (5. – Häfner TGS), 3:4 (6.), 3:5 (7. – Gensheimer 7m ÜbZ), 4:5 (8. – UnZ), 5:5 (9. – UnZ), 5:6 (10. – Golla TGS), 5:7 (11. – Golla), 5:8 (11. – Häfner TGS), 6:8 (12.), 6:9 (12. – Kühn), 7:9 (13.), 7:10 (13. – Gensheimer 7m), 8:10 (17. – ÜbZ leeres Tor), 8:11 (18. – Gensheimer UnZ), 9:11 (19. – Badi 7m), 9:12 (20. – Groetzki ÜbZ), 9:13 (20. – Wiencek ÜbZ), Algerien 54 Sek. zu Viert (20.), Auszeit Algerien (20.), Wolff parierte 7m (21.), 9:14 (22. – Golla 2ÜbZ), Rot: Abdeharim (22.), 10:14 (22. – 2 UnZ), 11:14 (23. – UnZ), 11:15 (25. – Wiencek), 12:15 (26. – Naim), 12:16 (27. – Kühn), 13:16 (28. – Badi 7m), Auszeit Deutschland (28.), 13:17 (29. – Weber), 14:17 (29.), 14:17 (HZ) – 15:17 (33. – Naim), 15:18 (33. – Gensheimer), 15:19 (34. – Gensheimer), 16:19 (35. – Badi 7m), 16:20 (36. – Wiencek), 16:21 (36. – Pekeler TGS), 16:22 (37. – Kühn), 17:22 (38.), 18:22 (38. – TGS), 18:23 (38. – Weinhold), 19:23 (39.), 19:24 (41. – Weinhold), 19:25 (42. – Kühn), Auszeit Algerien (42.), 20:25 (43.), Gensheimer scheiterte per 7m an Benmenni (43.), 20:26 (44. – Golla ÜbZ), 21:26 (45.), 21:27 (47. – Schiller 7m), Wolff parierte 7m von Badi (48.), 21:28 (49. – Kühn), 22:28 (50.), 22:29 (50. – Weber), 23:29 (51. – Naim), 23:30 (52. – Kühn), 24:30 (53.), Auszeit Deutschland (54.), 24:31 (55. – Kühn), 24:32 (56. – Wiede), Auszeit Algerien (56.), 25:32 (56.), 25:33 (59. – Wiede leeres Tor), 26:33 (60.), 26:34 (60. – Heymann), 26:34 (EST)

Beste Torschützen: Naim 9/12, Ayoub 4/8, Badi 4/9 – Kühn 8/11, Gensheimer 5/7, Golla 4/5, Wiencek 4/6

Wurfeffizienz: 58:74 Prozent

Torhüter: 9:15 Paraden (21:37 Prozent)

Gegenstoß-Tore: 3:6

Technische Fehler: 13:8

Strafminuten: 10:2

Schiedsrichter: Mads Hansen und Jesper Madsen (Dänemark)

Deutschland:

Tor: Andreas Wolff, Silvio Heinevetter

Linksaußen: Uwe Gensheimer, Marcel Schiller

Rückraum links: Julius Kühn, Sebastian Heymann

Rückraum Mitte: Philipp Weber, Juri Knorr

Rückraum rechts: Kai Häfner, Steffen Weinhold, Fabian Wiede

Rechtsaußen: Timo Kastening, Patrick Groetzki

Kreis: Patrick Wiencek, Hendrik Pekeler, Johannes Golla

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